Autoflower Cannabis Samen richtig anbauen – Pro Tipps und Tricks für beste Ergebnisse
Die Auswahl der passenden Sorte, optimale Anbaubedingungen und bewährte Trainingstechniken machen den Unterschied zwischen durchschnittlichen und außergewöhnlichen Ergebnissen.
Autoflower Samen haben den Cannabis-Anbau grundlegend verändert und bieten sowohl Anfängern als auch erfahrenen Growern einzigartige Vorteile. Diese speziellen Samen beginnen automatisch nach 3-4 Wochen zu blühen, unabhängig vom Lichtzyklus, was den Anbauprozess erheblich vereinfacht. Mit den richtigen Techniken und professionellem Wissen kannst du deine Autoflower-Erträge um bis zu 40% steigern und die Qualität deiner Ernte deutlich verbessern.
Die Auswahl der passenden Sorte, optimale Anbaubedingungen und bewährte Trainingstechniken machen den Unterschied zwischen durchschnittlichen und außergewöhnlichen Ergebnissen. Viele Grower machen vermeidbare Fehler bei der Düngung, Bewässerung oder beim Timing der Ernte. Die richtige Vorbereitung und das Verständnis der verschiedenen Wachstumsphasen helfen dir, diese Probleme zu vermeiden.
In diesem Guide erfährst du professionelle Tipps und Tricks, die normalerweise erst nach mehreren Anbauzyklen bekannt werden. Du lernst, wie du vom ersten Tag an optimale Bedingungen schaffst, welche Techniken deine Erträge maximieren und wie du häufige Anfängerfehler vermeidest.
Wichtigste Erkenntnisse
- Autoflower-Samen blühen automatisch nach 3-4 Wochen und benötigen keine komplizierte Lichtsteuerung
- Die richtige Sortenwahl und optimale Anbaubedingungen können deine Erträge um bis zu 40% steigern
- Vermeidung von Überdüngung, Stress durch Umtopfen und falsches Ernte-Timing sind entscheidend für den Erfolg
Autoflower Samen und Genetik: Grundlagen und Auswahl
Autoflowering Cannabissamen unterscheiden sich genetisch grundlegend von photoperiodischen Sorten durch ihre Cannabis Ruderalis-Abstammung, die ihnen die Fähigkeit verleiht, unabhängig vom Lichtzyklus zu blühen. Die Wahl der richtigen Genetik beeinflusst direkt Ertrag, Wachstumsgeschwindigkeit und Anbauschwierigkeit.
Was sind Autoflowers und ihre Vorteile?
Autoflowers sind Cannabissamen, die automatisch nach 2-4 Wochen Wachstum in die Blüte übergehen. Sie benötigen keine Änderung des Lichtzyklus, um mit der Blüte zu beginnen.
Die kompakte Größe macht sie ideal für kleine Räume und Balkone. Du kannst mehrere Ernten pro Jahr erzielen, da der gesamte Zyklus nur 8-10 Wochen dauert.
Hauptvorteile von Autoflowering Sorten:
- Einfache Handhabung für Anfänger
- Kürzere Gesamtwachstumszeit
- Keine spezielle Beleuchtungssteuerung nötig
- Diskrete Größe (meist 60-100 cm)
- Robuste Genetik gegen Stress und Schädlinge
Die geringere Anfälligkeit für Anbaufehler macht Autoflowers besonders anfängerfreundlich. Du musst keine aufwendigen Techniken wie Beschneiden oder Training anwenden, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Autoflowering-Genetik und Cannabis Ruderalis
Cannabis Ruderalis stammt aus Regionen mit kurzen Sommern in Osteuropa und Zentralasien. Diese Wildpflanze entwickelte die automatische Blüte als Überlebensstrategie.
Züchter kreuzten Ruderalis mit potenten Indica- und Sativa-Sorten. Das Ergebnis sind autoflowering Sorten, die die automatische Blüte mit hoher Potenz und gewünschten Aromen kombinieren.
Die robuste Genetik von Ruderalis verleiht modernen Autoflowers Widerstandsfähigkeit gegen kalte Temperaturen und Stress. Diese Eigenschaften machen sie toleranter gegenüber Schwankungen bei Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nährstoffen.
Moderne Autoflowering Sorten enthalten typischerweise 10-20% Ruderalis-Genetik. Der Rest stammt von sorgfältig ausgewählten Indica- oder Sativa-Linien, die für Potenz, Geschmack und Ertrag gezüchtet wurden.
Unterschiede zu photoperiodischen Sorten
Photoperiodische Sorten benötigen einen Lichtzyklus von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit, um zu blühen. Autoflowers starten die Blüte altersabhängig, unabhängig von der Lichtmenge.
| Merkmal | Autoflowers | Photoperiodische Sorten |
|---|---|---|
| Blüteauslöser | Alter (2-4 Wochen) | Lichtzyklus (12/12) |
| Gesamtdauer | 8-10 Wochen | 12-20 Wochen |
| Größe | 60-100 cm | 100-300 cm |
| Ertrag pro Pflanze | 30-100g | 100-500g |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach | Mittel bis schwer |
Du kannst bei Autoflowers Fehler schwerer korrigieren, da die Wachstumsphase kurz ist. Photoperiodische Sorten bieten mehr Zeit für Training und Fehlerkorrektur. Die kürzere Lebenszeit von Autoflowers bedeutet auch weniger Zeit für maximales Wachstum und Ertrag.
Empfohlene Autoflowering Sorten für verschiedene Ansprüche
Für Anfänger:
Northern Lights Auto bietet robuste Genetik mit hoher Fehlertoleranz und entspannender Indica-Wirkung.
Quick One liefert Ergebnisse in nur 8 Wochen und benötigt minimale Pflege.
Für Geschmacksliebhaber:
Blueberry Auto liefert fruchtigen Beerengeschmack und entspannende Effekte.
Purple Lemonade Auto von Fast Buds kombiniert erdige Kush-Aromen mit kompakter Wuchsform.
Für höhere Erträge:
White Widow Auto produziert dichte, harzige Blüten mit klassischer Wirkung.
Lemon AK Auto von Fast Buds bietet stabilen Ertrag und ausgewogene Sativa-Indica-Effekte.
Wähle deine Sorte basierend auf verfügbarem Platz, gewünschter Wirkung und deinem Erfahrungslevel. Anfänger sollten mit einfacheren Sorten wie Northern Lights Auto oder Quick One starten.
Anzucht und optimale Bedingungen
Die ersten Wochen der Anzucht entscheiden über den Erfolg deines gesamten Grows. Präzise Kontrolle von Keimung, Substrat, Licht und Klima schafft die Grundlage für gesunde, ertragreiche Autoflower-Pflanzen.
Keimung und Sämlingsphase erfolgreich meistern
Die Keimung startet bei 22-25°C Wassertemperatur. Lege deine Samen für 12-24 Stunden in ein Glas mit destilliertem Wasser. Sobald die weiße Keimwurzel 0,5-1 cm lang ist, kannst du den Samen vorsichtig einpflanzen.
Pflanze den gekeimten Samen direkt in den finalen Topf. Autoflower reagieren empfindlich auf Umpflanzen, weil ihr kurzer Lebenszyklus keine Zeit für Erholung lässt. Setze den Samen etwa 1 cm tief ein und bedecke ihn locker mit Erde.
Im Sämlingsstadium benötigen die ersten 7-10 Tage besondere Aufmerksamkeit. Die Erde sollte feucht bleiben, aber nicht durchnässt sein. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule und tötet junge Sämlinge schnell ab.
Halte die Luftfeuchtigkeit in dieser Phase bei 65-70%. Eine Sprühflasche hilft dir, die Oberfläche leicht feucht zu halten, ohne die empfindlichen Wurzeln zu ertränken.
Pro-Tipp: Autoflowers haben keine Zeit zu verlieren. Mische beim Einpflanzen direkt ein wenig Mykorrhiza-Pulver in das Pflanzloch. Diese nützlichen Pilze gehen sofort eine Symbiose mit den Wurzeln ein. Das Ergebnis: Die Nährstoffaufnahme wird ab Tag 1 maximiert, was bei der kurzen Veggie-Phase von Autoflowers über "mickrig" oder "massiv" entscheidet.
Die richtige Erde, Töpfe und Substrate wählen
Stofftöpfe bieten ideale Bedingungen für Autoflower. Sie ermöglichen bessere Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln und verhindern Staunässe durch ihre luftdurchlässige Struktur. Verwende mindestens 11 Liter Volumen pro Pflanze.
Hochwertige Erde mit Mykorrhiza verbessert die Nährstoffaufnahme deutlich. Diese Pilze bilden Symbiosen mit den Wurzeln und erweitern das Wurzelsystem um das Hundertfache. Deine Pflanzen können so Wasser und Nährstoffe effizienter aufnehmen.
Easy Boost Organic Nutrition vereinfacht die Düngung für Anfänger. Diese organischen Langzeitdünger werden der Erde beigemischt und geben kontinuierlich Nährstoffe frei. Du musst während des gesamten Grows kaum nachdüngen.
Die ideale Erdmischung besteht aus:
- 50% Qualitätserde
- 30% Perlite für Drainage
- 20% Kokos für Feuchtigkeitsspeicherung
Vermeide stark vorgedüngte Erde. Autoflower brauchen weniger Nährstoffe als photoperiodische Sorten und verbrennen schnell bei Überdüngung.
Beleuchtung und Lichtzyklus: LED-Lampen & Lichtspektren
LED-Lampen sind die beste Wahl für Autoflower. Sie produzieren wenig Wärme, verbrauchen wenig Strom und liefern das volle Lichtspektrum. Eine 250W-LED reicht für 2-4 Pflanzen in einem 80x80 cm Zelt.
Der Lichtzyklus sollte bei 18-20 Stunden Licht und 4-6 Stunden Dunkelheit bleiben. Manche Grower verwenden sogar 24 Stunden Dauerlicht, aber Pflanzen profitieren von einer kurzen Ruhephase.
Lichtspektren beeinflussen das Wachstum direkt:
| Phase | Spektrum | Wellenlänge | Effekt |
|---|---|---|---|
| Wachstum | Blau | 400-500 nm | Kompaktes Wachstum |
| Blüte | Rot | 600-700 nm | Blütenbildung |
| Gesamt | Vollspektrum | 380-780 nm | Optimales Wachstum |
Die Lichtexposition muss stimmen. Platziere LED-Lampen 30-50 cm über den Pflanzen. Zu nah verursacht Lichtbrand, zu weit führt zu gestrecktem, schwachem Wachstum.
Tipp: Wenn du moderne, starke LEDs nutzt, unterschätze niemals den Lichtstress bei jungen Autoflowers. Starte in den ersten 10 Tagen mit einer gedimmten Leistung (ca. 40-50%) oder einem größeren Abstand (60 cm). Autoflowers, die als Sämling "gegrillt" werden, gehen oft verfrüht und kleinwüchsig in die Blüte – ein Fehler, den man später nicht mehr korrigieren kann.
Luftfeuchtigkeit, Temperatur und pH-Wert kontrollieren
Die optimalen Wachstumsbedingungen variieren je nach Entwicklungsphase. Präzise Kontrolle verhindert Stress und Krankheiten.
Temperatur sollte konstant bei 22-26°C während der Lichtphase liegen. Nachts kann sie auf 18-22°C fallen. Temperaturen über 28°C reduzieren das Wachstum und fördern Schädlinge.
Die relative Luftfeuchtigkeit passt du an die Lebensphase an:
- Keimung: 70-80%
- Wachstum: 60-70%
- Blüte: 40-50%
- Letzte Woche: 30-40%
Der pH-Wert muss zwischen 6,0 und 7,0 liegen für erdbasierte Grows. Zu hohe oder niedrige Werte blockieren die Nährstoffaufnahme, selbst wenn genug Nährstoffe vorhanden sind. Miss den pH-Wert deines Gießwassers und stelle ihn bei Bedarf
Wachstumsphasen: Woche-für-Woche-Leitfaden
Autoflower-Pflanzen durchlaufen einen kompakten Lebenszyklus von 8-10 Wochen, bei dem jede Phase spezifische Anforderungen an Nährstoffe, Wasser und Pflege stellt. Eine genaue Beobachtung der Entwicklung und rechtzeitiges Handeln bei Problemen sichern euren Ertrag.
Vegetative Phase: Wachstum steigern
Die vegetative Phase beginnt nach der Keimung und dauert bei Autoflowers etwa 3-4 Wochen. In dieser Zeit entwickelt die Pflanze Wurzeln, Stängel und Blätter.
Woche 1-2: Die Sämlinge zeigen die ersten echten Blätter. Haltet die Erde leicht feucht, aber nicht nass. Gebt nur Wasser ohne zusätzliche Nährstoffe.
Woche 3-4: Das Wachstum beschleunigt sich deutlich. Die Pflanze bildet mehrere Blattetagen aus. Jetzt könnt ihr mit leichter Düngung beginnen.
Eure Autoflowers brauchen in dieser Phase 18-24 Stunden Licht täglich. Die Temperatur sollte zwischen 20-25°C liegen. Achtet darauf, dass die Pflanzen nicht gestresst werden, da Autoflowers keine Zeit für Erholung haben.
Blütephase: Erfolgreich zur Ernte steigern
Die Blütephase startet automatisch nach 3-4 Wochen und dauert 5-6 Wochen. Ihr erkennt den Beginn an den ersten weißen Härchen an den Nodien.
Woche 5-6: Die Blütenbildung beginnt. Ihr seht kleine Blütenstände an allen Verzweigungen. Wechselt jetzt zu Blütedünger mit höherem Phosphor- und Kaliumanteil.
Woche 7-8: Die Blüten werden dichter und schwerer. Die Trichome entwickeln sich sichtbar. Haltet die Luftfeuchtigkeit bei 40-50%, um Schimmel zu vermeiden.
Woche 9-10: Die Erntezeit naht. Prüft die Trichome mit einer Lupe. Milchig-weiße Trichome mit wenigen bernsteinfarbenen signalisieren die optimale Erntezeit. Stoppt die Düngung 1-2 Wochen vor der Ernte.
Empfehlung: Da Autoflowers oft extrem dichte, kompakte Buds entwickeln, steigt das Risiko für Bud-Rot (Schimmel) in den letzten 2 Wochen massiv an. Senke die Luftfeuchtigkeit im Zelt auf unter 40% und sorge für einen Umluft-Ventilator, der zwischen die Blüten bläst, nicht nur oben drüber. Wer hier spart, verliert auf den letzten Metern die halbe Ernte.
Nährstoffmanagement und Wassergabe
Autoflowers benötigen weniger Dünger als photoperiodische Sorten. Startet mit 25% der empfohlenen Düngerdosis und steigert langsam.
- Woche 1-2: Nur Wasser
- Woche 3-4: Leichter Wachstumsdünger (NPK 3-1-2)
- Woche 5-9: Blütedünger (NPK 1-3-2)
- Woche 10: Nur Wasser (Spülen)
Gießt erst, wenn die obersten 2-3 cm Erde trocken sind. Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäule und Wachstumsstillstand. Der pH-Wert sollte bei 6,0-7,0 für Erde liegen.
Beobachtet die Blätter auf Anzeichen von Nährstoffmängeln. Gelbe untere Blätter deuten auf Stickstoffmangel hin, während braune Blattspitzen auf Überdüngung hinweisen.
Typische Probleme und ihre Lösung
Nährstoffmängel zeigen sich durch verfärbte Blätter. Stickstoffmangel verursacht gelbe untere Blätter - erhöht die Düngergabe leicht. Bei Phosphormangel werden Blätter dunkelgrün mit violetten Verfärbungen.
Spinnmilben sind winzige Schädlinge, die kleine gelbe Punkte auf Blättern hinterlassen. Ihr erkennt sie an feinen Spinnweben. Behandelt befallene Pflanzen mit Neemöl oder insektiziden Seifen.
Überwässerung ist ein häufiges Problem. Die Blätter hängen schlaff herunter und fühlen sich prall an. Lasst die Erde vollständig trocknen, bevor ihr wieder gießt.
Hitzestress tritt bei Temperaturen über 30°C auf. Die Blätter rollen sich nach oben. Verbessert die Luftzirkulation und senkt die Temperatur durch zusätzliche Lüfter oder Klimatisierung.
Bei Autoflowers müsst ihr schnell reagieren, da ihr durch den kurzen Lebenszyklus wenig Zeit zur Korrektur habt.
Profi-Tipp: Gieße bei Autoflowers am Anfang niemals direkt an den Stamm. Gieße in einem Kreis etwa 5-10 cm um die Pflanze herum. Warum? Die Wurzeln "suchen" nach Feuchtigkeit und breiten sich so viel schneller im gesamten Topf aus. Ein großes Wurzelsystem ist das einzige Fundament für die 40% Ertragssteigerung, von der wir sprechen.
Ertragssteigerung und Trainingstechniken
Autoflower-Pflanzen bieten durch gezielte Trainingsmethoden und optimierte Wachstumsbedingungen ein erhebliches Potenzial für höhere Erträge. Die richtige Kombination aus schonenden Trainingstechniken, durchdachtem Lichtmanagement und optimalen Wurzelbedingungen macht den Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer herausragenden Ernte.
Low-Stress-Training (LST) effektiv einsetzen
LST ist die beste Trainingsmethode für Autoflower, weil sie die Pflanze nicht beschädigt oder ihr Wachstum verlangsamt. Du biegst die Haupttriebe vorsichtig zur Seite und fixierst sie mit Pflanzenclips oder weichen Schnüren.
Beginne mit LST in der zweiten oder dritten Woche der vegetativen Phase. Die Triebe sind dann noch flexibel genug, um ohne Bruchgefahr gebogen zu werden. Durch das seitliche Biegen entstehen mehrere Haupttriebe, die alle direktes Licht erhalten.
Das Ziel ist ein gleichmäßiges Kronendach, bei dem alle Blütenstände die gleiche Lichtmenge bekommen. Kontrolliere die Pflanzen alle zwei bis drei Tage und passe die Fixierungen an. Entferne die Clips erst, wenn die Triebe ihre neue Position beibehalten.
LST verbessert die Luftzirkulation zwischen den Zweigen und reduziert dadurch das Schimmelrisiko. Diese Methode steigert den Ertrag um 20 bis 30 Prozent ohne zusätzlichen Aufwand.
Tipp: Beginne mit LST erst, wenn die Pflanze mindestens 3-4 Knoten (Blattpaare) hat, aber mache es bevor die Erde klatschnass ist. Pflanzen sind nach dem Gießen praller und brechen schneller. Warte bis kurz vor dem nächsten Gießen – dann sind die Stiele biegsamer und das Risiko für Brüche sinkt gegen Null.
Entlauben und Lichtmanagement
Das gezielte Entlauben konzentriert die Energie deiner Pflanze auf die Blütenproduktion. Entferne große Fächerblätter, die untere Blütenstände beschatten, aber nur in der frühen Blütephase.
Schneide niemals mehr als 10 bis 15 Prozent der Blätter auf einmal ab. Zu aggressives Entlauben verursacht Lichtstress und verzögert das Wachstum. Warte nach jeder Entlaubung mindestens fünf Tage, bevor du weitere Blätter entfernst.
Achte besonders auf Blätter, die nach innen wachsen oder sich gegenseitig überlappen. Diese blockieren die Luftzirkulation und fördern Feuchtigkeit. Die richtige Lichtverteilung ist genauso wichtig wie die Lichtintensität selbst.
Vermeide Entlauben in den letzten zwei Wochen vor der Ernte. Die Pflanze braucht ihre Blätter, um Nährstoffe zu speichern und die Blüten zu versorgen.
Scrog und weitere Anbaumethoden
Scrog (Screen of Green) nutzt ein Netz oder Gitter, um die Triebe horizontal zu führen. Installiere das Netz 20 bis 30 cm über dem Topfrand, wenn die Pflanzen etwa 15 cm hoch sind.
Führe die wachsenden Triebe täglich durch die Netzöffnungen, bis das Netz zu 70 Prozent gefüllt ist. Dann lässt du die Pflanze in die Blütephase übergehen. Diese Methode maximiert die Lichtnutzung und schafft eine ebene Anbaufläche mit vielen gleichwertigen Blütenständen.
Scrog eignet sich besonders für Indoor-Setups mit begrenzter Höhe. Die Technik erfordert mehr Aufmerksamkeit als Low-Stress-Training, liefert aber bis zu 40 Prozent höhere Erträge pro Quadratmeter.
Kombiniere Scrog mit leichtem Entlauben für optimale Ergebnisse. Die Netzstruktur erleichtert das Entfernen von problematischen Blättern.
Wurzelwachstum und Topfgröße optimieren
Das Wurzelwachstum bestimmt die Größe und den Ertrag deiner Autoflower direkt. Verwende luftdurchlässige Stofftöpfe mit mindestens 11 Litern Volumen für beste Ergebnisse.
Größere Töpfe ermöglichen umfangreichere Wurzelsysteme, die mehr Nährstoffe und Wasser aufnehmen können. Töpfe unter 7 Litern begrenzen das Wachstumspotenzial erheblich. Pflanze Autoflower direkt in ihren endgültigen Topf, weil Umtopfen Stress verursacht.
Lockere, gut durchlüftete Erde fördert schnelles Wurzelwachstum. Mische Perlit oder Kokos in deine Erde, um die Drainage zu verbessern. Vermeide Staunässe, weil sie Wurzelfäule verursacht.
Die ersten drei Wochen sind kritisch für die Wurzelentwicklung. Gieße in dieser Phase in kleinen Kreisen um den Stamm, um die Wurzeln zum Ausbreiten anzuregen.
Ernte, Trocknung und Nachbehandlung
Die letzten Schritte vor dem fertigen Produkt entscheiden über Geschmack, Potenz und Qualität deiner Autoflower-Ernte. Der richtige Zeitpunkt, gründliches Spülen und sorgfältiges Trocknen verwandeln deine Pflanzen in erstklassige Blüten.
Erntezeitpunkt und Trichome richtig beurteilen
Die Trichome zeigen dir genau, wann deine Autoflower bereit für die Ernte ist. Du brauchst eine Lupe oder ein Mikroskop mit 60-100-facher Vergrößerung, um die kleinen Harzdrüsen auf den Blüten zu betrachten.
Klare Trichome bedeuten, dass die Pflanze noch nicht reif ist. Milchig-weiße Trichome zeigen den optimalen Erntezeitpunkt für maximale THC-Werte an. Bernsteinfarbene Trichome entwickeln sich später und sorgen für eine entspannendere Wirkung.
Bei Autoflower liegt die Erntezeit meist 10-11 Wochen nach der Keimung. Du solltest zusätzlich auf die Pistille achten - wenn 70-80% braun oder orange verfärbt sind, nähert sich die Ernte. Die großen Fächerblätter beginnen leicht zu vergilben, was ein weiteres Signal darstellt.
Ernte am besten morgens, wenn die Terpenkonzentration am höchsten ist. Überprüfe mehrere Blüten an verschiedenen Stellen der Pflanze, da die Reife unterschiedlich sein kann.
Spülen vor der Ernte
Das Spülen entfernt überschüssige Nährstoffe aus dem Substrat und verbessert den Geschmack deiner Blüten erheblich. Du gibst deinen Pflanzen 7-14 Tage vor der Ernte nur noch reines Wasser ohne Dünger.
Bei Erde spülst du mit der dreifachen Menge Wasser im Verhältnis zur Topfgröße. Ein 10-Liter-Topf benötigt also 30 Liter Wasser über mehrere Durchgänge verteilt. Bei Hydrokultur tauschst du die Nährlösung gegen reines Wasser aus und prüfst den EC-Wert, der gegen null gehen sollte.
Die Blätter werden während des Spülens gelber, was normal ist. Die Pflanze nutzt ihre gespeicherten Nährstoffe auf und bereitet sich auf die Ernte vor. Achte darauf, dass der pH-Wert beim Spülen zwischen 6,0 und 6,5 liegt, damit die Pflanze weiterhin Wasser aufnehmen kann.
Pflanzen in vorgedüngter Erde brauchen oft weniger Spülung als solche in Hydrokultur-Systemen.
Trocknen und Aushärten für beste Qualität
Die Trocknung braucht kontrollierte Bedingungen: 15-21°C Temperatur und 45-55% Luftfeuchtigkeit sind ideal. Du hängst die Zweige kopfüber in einem dunklen, gut belüfteten Raum auf. Ein Ventilator sorgt für Luftzirkulation, sollte aber nicht direkt auf die Blüten blasen.
Der Trocknungsprozess dauert 7-14 Tage. Die Stängel sollten beim Biegen leicht knacken, nicht brechen. Zu schnelles Trocknen zerstört Terpene, zu langsames fördert Schimmelbildung.
Nach dem Trocknen kommt das Aushärten. Du legst die Blüten in luftdichte Gläser und füllst diese zu 75% voll. In den ersten zwei Wochen öffnest du die Gläser täglich für 10-15 Minuten zum Feuchtigkeitsaustausch. Danach reicht wöchentliches Öffnen.
| Phase | Dauer | Temperatur | Luftfeuchtigkeit |
|---|---|---|---|
| Trocknen | 7-14 Tage | 15-21°C | 45-55% |
| Aushärten | 4-8 Wochen | 15-21°C | 58-62% |
Das Aushärten verbessert Geschmack und Wirkung kontinuierlich über 4-8 Wochen. Lagere die Gläser kühl und dunkel für beste Ergebnisse.
Zusätzliche Tipps, Fehlervermeidung und Empfehlungen
Autoflower-Anbau wird einfacher, wenn du typische Fehler vermeidest und die richtigen Bedingungen schaffst. Die Wahl zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau sowie die Auswahl geeigneter Sorten beeinflussen deinen Erfolg direkt.
Typische Anfängerfehler beim Autoflower-Anbau
Umtopfen ist der häufigste Fehler bei Autoflowers. Diese Pflanzen haben nur 8–10 Wochen für ihren gesamten Lebenszyklus und erholen sich nicht gut von Wurzelstress. Pflanze deine Samen direkt in den Endtopf.
Überwässerung schadet den Wurzeln und verlangsamt das Wachstum erheblich. Prüfe die Erde mit deinem Finger, bevor du gießt – sie sollte oben trocken sein. Zu viele Nährstoffe verbrennen die Pflanzen und reduzieren den Ertrag.
Ein weiterer Fehler ist falsches Licht. Autoflowers brauchen keine Dunkelphase zur Blüte, aber viele Züchter nutzen 18 Stunden Licht täglich für optimale Ergebnisse. Weniger Licht bedeutet weniger Wachstum und kleinere Erträge.
Der pH-Wert muss zwischen 6,0 und 7,0 in Erde liegen. Wenn der Wert nicht stimmt, können deine Pflanzen Nährstoffe nicht aufnehmen, selbst wenn genug vorhanden ist.
Autoflowering erfolgreich indoor vs. outdoor
Indoor-Anbau gibt dir volle Kontrolle über Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Du kannst das ganze Jahr anbauen und mehrere Ernten erzielen. Die Kosten für Lampen und Strom sind jedoch höher.
Outdoor-Anbau ist günstiger und nutzt natürliches Sonnenlicht. Deine Pflanzen können größer werden und du sparst Energiekosten. Der Nachteil: Du bist vom Wetter abhängig und die Anbausaison ist begrenzt.
- Konstante Bedingungen
- Mehrere Ernten pro Jahr
- Schutz vor Schädlingen und Wetter
Outdoor-Vorteile:
- Niedrige Kosten
- Natürliches Licht
- Größere Pflanzen möglich
Für Anfänger ist Indoor oft besser, weil du Fehler schneller korrigieren kannst. Outdoor eignet sich für erfahrene Züchter mit geeignetem Klima.
Sortentipps und Empfehlungen für Profis
Schnelle Sorten mit 8–10 Wochen Gesamtzeit eignen sich für mehrere Ernten pro Jahr. Manche Sorten brauchen bis zu 12 Wochen, bringen aber höhere Erträge und stärkere Wirkung.
Wähle Sorten mit stabiler Genetik von vertrauenswürdigen Züchtern. Qualität der Samen macht den Unterschied zwischen gesunden Pflanzen und schwachen Ergebnissen. Achte auf Sorten, die für deine Anbaumethode optimiert sind.
Indica-dominante Autoflowers bleiben kleiner und eignen sich für Indoor mit begrenztem Platz. Sativa-dominante Sorten werden höher und brauchen mehr Raum. Hybride bieten eine Balance zwischen Größe und Ertrag.
Für Indoor empfehlen sich kompakte Sorten mit dichtem Wuchs. Outdoor-Züchter sollten robuste Sorten wählen, die gegen Schimmel und Schädlinge widerstandsfähig sind.
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Die rechtliche Lage von Cannabis-Anbau variiert je nach Land und Region. Informiere dich über die aktuellen Gesetze in deinem Gebiet, bevor du mit dem Anbau beginnst. In manchen Ländern ist der Anbau für medizinische Zwecke erlaubt, in anderen komplett verboten.
Samen kaufen ist in vielen Ländern legal, der Anbau jedoch nicht. Bewahre deine Unterlagen auf und halte dich an lokale Vorschriften. Bei Unsicherheiten konsultiere rechtliche Beratung.
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Frequently Asked Questions
Autoflower-Pflanzen benötigen 18 bis 24 Stunden Licht täglich und können bei optimalen Bedingungen Erträge zwischen 40 und 150 Gramm pro Pflanze erzielen. Die richtige Bewässerung und Nährstoffversorgung spielen dabei eine wichtige Rolle für gesunde Pflanzen.
Welche Beleuchtungsdauer ist für den Anbau von Autoflowering-Cannabis am besten geeignet?
Du solltest deinen Autoflower-Pflanzen zwischen 18 und 24 Stunden Licht pro Tag geben. Die meisten Grower verwenden einen 20/4-Zyklus, der gute Ergebnisse bei moderatem Stromverbrauch liefert.
Ein 18/6-Zyklus funktioniert ebenfalls gut und gibt deinen Pflanzen eine kurze Ruhephase. Manche Anbauer nutzen sogar 24 Stunden Dauerlicht, aber das erhöht die Stromkosten deutlich.
Der große Vorteil von Autoflowering-Sorten ist, dass sie bei jedem Lichtzyklus blühen. Du musst den Lichtzyklus nicht auf 12/12 Stunden umstellen wie bei photoperiodischen Sorten.
Wie groß ist der typische Ertrag einer Autoflower-Pflanze und welche Faktoren können diesen beeinflussen?
Eine typische Autoflower-Pflanze liefert zwischen 40 und 150 Gramm Ertrag pro Pflanze. Anfängerfreundliche Sorten wie Northern Lights Auto erbringen meist 40 bis 80 Gramm.
Fortgeschrittene Sorten wie Gorilla Glue Auto können bei optimalen Bedingungen 70 bis 150 Gramm erreichen. Die Lichtqualität ist der wichtigste Faktor für den Ertrag.
LED-Vollspektrumlampen mit 30 bis 50 Watt pro Quadratfuß fördern die Blütenbildung deutlich. Die Topfgröße beeinflusst ebenfalls den Ertrag, wobei 11 bis 15 Liter ideal sind.
Nährstoffe, Luftfeuchtigkeit und Temperatur spielen zusätzliche Rollen. Vermeide Stress durch Umtopfen oder Training, da Autoflowers wenig Zeit zur Erholung haben.
Welche Art von Erde wird für die optimale Entwicklung von Autoflower-Pflanzen empfohlen?
Du brauchst ein lockeres, gut durchlässiges Substrat für deine Autoflower-Pflanzen. Eine leichte Erdmischung mit Perlite oder Kokosfasern sorgt für gute Drainage und Sauerstoffversorgung der Wurzeln.
Fertige Cannabis-Erde aus dem Fachhandel ist eine sichere Wahl für Anfänger. Diese Mischungen enthalten bereits die Grundnährstoffe für die ersten Wochen.
Du kannst auch deine eigene Mischung herstellen: 50% Qualitätserde, 30% Perlite und 20% Kokosfasern. Vermeide schwere, verdichtete Erde, die zu Staunässe führt.
Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen. Autoflowers bevorzugen leicht vorgedüngte Erde mit niedrigem Nährstoffgehalt, da sie empfindlich auf Überdüngung reagieren.
Wie oft und mit welcher Menge sollte man Autoflower-Pflanzen gießen, um eine Überwässerung zu vermeiden?
Gieße deine Autoflower-Pflanzen nur, wenn die oberen 3 bis 5 Zentimeter der Erde trocken sind. Stecke deinen Finger in die Erde, um die Feuchtigkeit zu prüfen.
Junge Pflanzen brauchen alle 2 bis 3 Tage Wasser, während ausgewachsene Pflanzen täglich Wasser benötigen können. Die Topfgröße und Umgebungstemperatur beeinflussen die Bewässerungsfrequenz.
Gieße langsam, bis etwa 10 bis 20 Prozent des Wassers unten aus dem Topf ablaufen. Warte dann, bis die Erde wieder teilweise getrocknet ist.
Überwässerung ist ein häufiger Anfängerfehler und zeigt sich durch hängende, gelbe Blätter. Autoflowers haben ein kleineres Wurzelsystem und vertragen Staunässe besonders schlecht.
Sind spezielle Nährstoffe notwendig, um den Wuchs und die Blüte von Autoflowering-Cannabis zu fördern?
Du brauchst weniger Nährstoffe als bei photoperiodischen Sorten. Autoflowers reagieren empfindlich auf Überdüngung, daher solltest du mit 50 Prozent der empfohlenen Dosierung beginnen.
In der Wachstumsphase benötigen deine Pflanzen mehr Stickstoff (N). Während der Blüte brauchen sie mehr Phosphor (P) und Kalium (K).
Spezielle Autoflower-Dünger sind erhältlich, aber nicht zwingend nötig. Ein Standard-Cannabis-Dünger funktioniert gut, wenn du die Dosierung anpasst.
Organische Dünger wie Komposttee oder Wurmhumus sind schonender als mineralische Dünger. Beobachte deine Pflanzen genau und erhöhe die Düngermenge nur bei Mang
