Silica im Cannabisanbau: Vorteile, Anwendung und optimale Ergebnisse
Silizium wird in Form von Silikaten oder Kieselsäure in die Pflanze aufgenommen. Es lagert sich in den Zellwänden ein und macht die Pflanzenstruktur stabiler. Das hilft deinen Pflanzen, besser mit Hitze, Trockenheit und mechanischem Stress umzugehen. Auch gegen Pilze und Schädlinge bietet Silica einen besseren Schutz.
Silica ist kein essentieller Nährstoff für Cannabis, aber die Pflanze kann davon stark profitieren. Anders als Stickstoff oder Phosphor braucht Cannabis Silizium nicht zum Überleben. Trotzdem nehmen Cannabispflanzen große Mengen davon auf, wenn es verfügbar ist. Silica stärkt die Zellwände, verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Schädlinge und kann zu besseren Erträgen führen.
Silizium wird in Form von Silikaten oder Kieselsäure in die Pflanze aufgenommen. Es lagert sich in den Zellwänden ein und macht die Pflanzenstruktur stabiler. Das hilft deinen Pflanzen, besser mit Hitze, Trockenheit und mechanischem Stress umzugehen. Auch gegen Pilze und Schädlinge bietet Silica einen besseren Schutz.
Für den Cannabisanbau bedeutet das konkret: festere Stängel, gesünderes Wachstum und robustere Pflanzen. Die Anwendung ist unkompliziert und kann über die Bewässerung oder als Blattspray erfolgen. Wichtig ist dabei die richtige Dosierung und der Zeitpunkt der Anwendung im Lebenszyklus der Pflanze.
Wichtigste Erkenntnisse
- Silica stärkt die Zellstruktur und macht Cannabispflanzen widerstandsfähiger gegen Stress und Krankheiten
- Die Anwendung erfolgt über Bewässerung oder Blattspray während verschiedener Wachstumsphasen
- Richtige Dosierung ist wichtig, da zu viel Silica den pH-Wert beeinflussen kann
Was ist Silica und warum ist es im Cannabisanbau wichtig?
Silica ist ein Spurenelement, das die Zellwände von Cannabispflanzen verstärkt und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stress erhöht. Obwohl Silizium nicht zu den essentiellen Nährstoffen zählt, bringt es messbare Vorteile für Struktur, Gesundheit und Ertrag deiner Pflanzen.
Chemische Eigenschaften von Silica
Silizium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Si im Periodensystem. Es ist das zweithäufigste Element in der Erdkruste nach Sauerstoff. In der Landwirtschaft nutzt du Silizium in löslicher Form, die deine Pflanzen über die Wurzeln aufnehmen können. Das Element lagert sich in den Zellwänden ab und bildet dort eine Art schützende Schicht.
Die Aufnahme funktioniert am besten bei einem pH-Wert von 7 oder höher. Bei niedrigeren, sauren pH-Werten kann die Verfügbarkeit stark abnehmen. Du solltest Silica-Produkte separat von anderen Düngemitteln ausbringen, da es zu Wechselwirkungen kommen kann. Silizium verbessert außerdem die Aufnahme von Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese Synergien machen es zu einem wertvollen Zusatz in deinem Düngeschema.
Unterschied zwischen Silizium, Silica und Siliziumdioxid
Die Begriffe werden oft verwechselt, bezeichnen aber verschiedene Formen desselben Elements. Silizium (Si) ist das reine chemische Element. Siliziumdioxid (SiO2) entsteht durch die Verbindung von Silizium mit Sauerstoff.
Silica ist der englische Begriff für Siliziumdioxid und wird im Anbau meist als Sammelbegriff für alle siliziumhaltigen Produkte verwendet. In Grow-Shops findest du meist Produkte mit der Bezeichnung "Silica", die lösliche Silikate enthalten. Für dich als Grower ist wichtig: Alle drei Begriffe beziehen sich auf dasselbe nützliche Element. Die Produkte enthalten Silizium in einer Form, die deine Cannabispflanzen aufnehmen und verwerten können.
WICHTIG: Nicht jedes Silica-Produkt ist gleich effektiv. Billiges Kaliumsilikat muss von der Pflanze erst mühsam umgewandelt werden und ist stark pH-instabil. Wenn du maximale Ergebnisse willst (besonders in der Hydroponik), greife zu stabilisierter Monokieselsäure. Sie ist zwar teurer, aber sofort bio-verfügbar, wirkt in deutlich geringeren Dosen und lässt deinen pH-Wert nicht Achterbahn fahren.
Silica-Vorkommen in der Natur und in Anbaumedien
Siliziumdioxid kommt in den meisten Gesteinen, Sanden und Böden vor. Es ist natürlicher Bestandteil vieler Mineralien und bildet etwa 60% der Erdkruste. In natürlichen Böden nehmen Pflanzen Silica kontinuierlich auf. Bei Hydroponik oder erdlosen Substraten fehlt diese natürliche Quelle oft komplett. Auch torfbasierte Erden enthalten meist wenig verfügbares Silizium.
Kokosfaser enthält von Natur aus geringe Mengen Silizium, aber nicht genug für optimale Ergebnisse. Steinwolle und andere synthetische Medien bieten praktisch kein Silizium. Deshalb ist die gezielte Zugabe besonders in intensiven Grow-Umgebungen sinnvoll.
Manche Züchter nutzen Kieselgur oder Urgesteinsmehl als natürliche Silica-Quellen. Diese müssen sich aber erst zersetzen, bevor deine Pflanzen das Silizium aufnehmen können.
Vorteile von Silica für Cannabispflanzen
Silica verbessert die strukturelle Stabilität deiner Cannabispflanzen und steigert ihre natürliche Abwehrfähigkeit gegen verschiedene Stressfaktoren. Die Zugabe von Silizium stärkt nicht nur die physische Widerstandskraft, sondern unterstützt auch die Gesundheit deiner Pflanzen auf zellulärer Ebene.
Stärkung der Zellwände und Struktur
Silica lagert sich direkt in die Zellwände deiner Cannabispflanzen ein und macht sie deutlich stabiler. Diese Einlagerung führt zu dickeren, festeren Zellwänden, die das gesamte Pflanzengerüst verstärken. Deine Pflanzen entwickeln dadurch kräftigere Stängel, die schwere Blütenstände problemlos tragen können. Das Risiko von Knicken oder Brechen während der Blütephase sinkt erheblich.
Die verstärkte Struktur ermöglicht es deinen Pflanzen, größere und dichtere Buds zu produzieren. Die Stängel bleiben auch bei hoher Belastung aufrecht und stabil.
Pro-Tipp für Grower, die trainieren: „Da Silica die Zellwände extrem hart und 'holzig' macht, werden die Zweige unelastisch. Wenn du Techniken wie LST (Low Stress Training) oder Supercropping planst, erledige die Biegearbeit, bevor du mit einer intensiven Silica-Gabe beginnst. Sobald die Pflanze voll im Silica-Saft steht, brechen die Triebe eher, anstatt sich zu biegen. Silica ist der 'Beton' – das Gerüst musst du vorher formen!“
Strukturelle Vorteile:
- Erhöhte Festigkeit der Stängel
- Bessere Tragfähigkeit für schwere Blüten
- Geringeres Risiko für mechanische Schäden
- Stabileres Wachstum unter Kunstlicht
Erhöhte Stressresistenz und Umweltanpassung
Silica verbessert die drought tolerance deiner Cannabispflanzen deutlich. Die verstärkten Zellwände reduzieren den Wasserverlust und helfen deinen Pflanzen, Trockenperioden besser zu überstehen. Deine Pflanzen können Temperaturschwankungen effektiver ausgleichen. Silizium aktiviert bestimmte Gene, die für die immune response verantwortlich sind und die natürliche Stressreaktion verstärken.
Die verbesserte Nährstoffaufnahme durch Silica führt zu einer optimierten Versorgung. Deine Pflanzen entwickeln ein stärkeres Wurzelsystem, das auch unter suboptimalen Bedingungen gut funktioniert.
Die Wasserhaltefähigkeit steigt merklich an. Das bedeutet weniger Bewässerung und gleichzeitig gesündere Pflanzen mit besserer overall plant health.
Schutz vor Schädlingen und Krankheiten
Die durch Silica verstärkten Zellwände bilden eine physische Barriere gegen Krankheitserreger und Schädlinge. Diese natürliche Schutzschicht erschwert es Pilzen wie powdery mildew, in das Pflanzengewebe einzudringen.
Deine Resistenz gegen Schädlinge verbessert sich spürbar. Insekten haben größere Schwierigkeiten, die gehärteten Pflanzenoberflächen zu durchdringen oder anzufressen.
Schutzwirkung gegen:
- Pilzkrankheiten (besonders Mehltau)
- Schädlingsbefall durch beißende Insekten
- Bakterielle Infektionen
- Virale Erreger
Du benötigst dadurch weniger chemische Pflanzenschutzmittel. Die natürliche Abwehr deiner Pflanzen übernimmt einen großen Teil des Schutzes selbst.
Reduzierung der Aufnahme von Schwermetallen
Silica bindet Schwermetalle wie lead und mercury im Boden und verhindert deren Aufnahme durch deine Pflanzen. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig, wenn du in belasteten Böden anbaust.
Die Bindung toxischer Metalle erfolgt bereits im Wurzelbereich. Silizium formt unlösliche Verbindungen mit Schwermetallen, die deine Pflanzen nicht mehr aufnehmen können.
Deine Ernte bleibt dadurch sauberer und sicherer. Die Konzentration schädlicher Metalle in den Blüten sinkt messbar, was die Qualität deines Endprodukts erhöht.
Die vorteile von silizium zeigen sich hier besonders bei Outdoor-Grows oder beim Anbau in recycelter Erde. Du schützt deine Pflanzen aktiv vor Kontamination.
Silica und Nährstoffaufnahme
Silica verbessert die Aufnahme und Verteilung von Nährstoffen in Cannabispflanzen durch verschiedene Mechanismen. Die Zugabe von Silicium unterstützt nicht nur die Nährstoffverfügbarkeit, sondern optimiert auch den Stoffwechsel und verhindert häufige Probleme wie Nährstoffblockaden.
Förderung der Nährstoffaufnahme
Silica stärkt die Wurzelstruktur deiner Cannabispflanzen und macht sie effizienter bei der Nährstoffaufnahme. Die Zellwände werden durch Siliciumeinlagerungen stabiler, was die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen erleichtert.
Wenn du Kaliumsilikat verwendest, förderst du gleichzeitig die Kaliumversorgung deiner Pflanzen. Kalium ist ein wichtiger Bestandteil von NPK-Düngern und spielt eine zentrale Rolle bei der Photosynthese. Die verbesserte Nährstoffaufnahme führt zu einer intensiveren Chlorophyllproduktion, was sich in dunkelgrünen, gesunden Blättern zeigt.
Studien zeigen, dass Pflanzen mit Siliciumzugabe bis zu 2,1-fach höhere Siliciumwerte in den Blättern aufweisen. Diese erhöhten Werte korrelieren mit einer besseren Gesamtnährstoffaufnahme.
Nährstofftransport und Stoffwechsel
Silicium verbessert den Transport von Nährstoffen innerhalb der Pflanze durch Verstärkung der Leitbahnen. Die stabileren Zellwände ermöglichen einen effizienteren Wasser- und Nährstofftransport von den Wurzeln zu den Blättern.
Die Photosynthese wird durch Silica indirekt gefördert, da mehr Nährstoffe zu den Blättern gelangen. Dies führt zu einer besseren Chlorophyllsynthese und höherer Energieproduktion. Der verbesserte Stoffwechsel zeigt sich in kräftigerem Wachstum und höheren Erträgen. Silicium wirkt auch als Signalmolekül im Pflanzenstoffwechsel. Es aktiviert verschiedene metabolische Prozesse, die die Effizienz der Nährstoffverwertung steigern. Deine Pflanzen können dadurch vorhandene Nährstoffe besser nutzen.
Vermeidung von Nährstoffmangel und -blockaden
Silica hilft, Nährstoffblockaden vorzubeugen, indem es den pH-Wert im Wurzelbereich stabilisiert. Nutrient Lockout entsteht häufig durch pH-Schwankungen, die die Nährstoffverfügbarkeit einschränken. Die Pufferwirkung von Silicium reduziert dieses Risiko.
Die Zugabe von Silicium verbessert auch die Aufnahme von schwer verfügbaren Nährstoffen. Besonders in hydroponischen Systemen, wo Nährstoffblockaden häufiger auftreten, zeigt Silica seine Vorteile. Du kannst damit Mangelerscheinungen vorbeugen, die durch schlechte Nährstoffaufnahme entstehen. Silicium schützt außerdem vor Überdüngung, indem es die Pflanzen widerstandsfähiger gegen hohe Salzkonzentrationen macht. Dies ist besonders wichtig bei intensiven Düngeregimen während der Blütephase.
Silica-Anwendung im Cannabisanbau
Silica kann über verschiedene Methoden in den Cannabisanbau integriert werden, wobei jede Technik spezifische Vorteile bietet. Die Wahl zwischen Bodenanwendung, hydroponischen Systemen oder Blattsprays hängt von Ihrem Anbausystem und den Bedürfnissen Ihrer Pflanzen ab.
Bodenverbesserung und Silica in Substraten
Bei der Bodenverbesserung können Sie Silica direkt in Ihre Substrate einarbeiten. Kieselgur (diatomaceous earth) ist eine natürliche Silica-Quelle, die Sie vor dem Pflanzen in Erde oder Kokos-Perlite-Mischungen einmischen können. Diese Methode sorgt für eine langfristige Silica-Verfügbarkeit.
Outdoor-Cannabispflanzen können natürlich auf Silica im Boden zugreifen. In Topf- oder Indoor-Systemen fehlt diese natürliche Quelle oft.
Sie können auch Silica-haltige Gesteinsmehle als Bodenzusatz verwenden. Diese Produkte geben Silica langsam über die Zeit ab. Die Einarbeitung sollte bei der Substratmischung erfolgen, nicht erst nach dem Pflanzen.
Für Kokosfaser-Substrate ist zusätzliche Silica-Supplementierung besonders wichtig. Kokos enthält von Natur aus sehr wenig Silica verglichen mit mineralischen Böden.
Hydroponische Integration von Silica
In hydroponischen Systemen ist Kaliumsilikat die am häufigsten verwendete Form. Sie müssen Kaliumsilikat zuerst in warmem Wasser auflösen, bevor Sie es zur Nährlösung hinzufügen. Fügen Sie Silica immer separat hinzu und niemals direkt mit konzentrierten Düngemitteln.
Silica erhöht den pH-Wert Ihrer Nährlösung deutlich. Geben Sie Silica zuerst zur Lösung und korrigieren Sie dann den pH-Wert auf 5,8-6,0.
Wichtige Punkte für Hydroponic Cannabis:
- Silica vor anderen Nährstoffen zugeben
- pH-Wert nach Silica-Zugabe anpassen
- Nicht mit Calcium-haltigen Düngern mischen (Ausfällung)
- In rezirkulierenden Systemen regelmäßig ergänzen
Die Verwendung von Monosieselsäure ist eine Alternative, die den pH-Wert stabiler hält. Diese Form ist biologisch direkt verfügbar.
Blattdüngung und Foliar Sprays
Foliar Sprays ermöglichen eine schnelle Silica-Aufnahme über die Blätter. Diese Methode eignet sich besonders bei akutem Stress oder zur Vorbeugung gegen Mehltau und andere Krankheiten.
Sprühen Sie Ihre Pflanzen in den frühen Morgenstunden oder abends. Vermeiden Sie Anwendungen während der Mittagshitze oder bei direkter Lichteinstrahlung. Die Stomata sind bei kühleren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit offener.
Bereiten Sie eine verdünnte Silica-Lösung vor (0,5-1 ml pro Liter Wasser). Sprühen Sie alle Blattoberflächen gründlich ein, bis sie leicht tropfen.
Wiederholen Sie die Blattanwendung alle 7-14 Tage während der vegetativen Phase. In der Blütephase sollten Sie Foliar Sprays reduzieren oder einstellen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Wichtig für Outdoor-Gärtner: Silica als Blattspray ist wie eine Ritterrüstung. Die Kieselsäure lagert sich in der Epidermis (Außenhaut) der Blätter ab. Pilze wie der Echte Mehltau haben es dann physisch viel schwerer, mit ihren Saugorganen in das Blatt einzudringen. In feuchten Sommern (typisch für Hof und Umland) kann eine wöchentliche Silica-Blattspritzung den Unterschied zwischen Ernte und Totalausfall machen.
Dosierung und Anwendungsempfehlungen
Die richtige Dosierung hängt von Ihrem Anbausystem und der verwendeten Silica-Form ab. Beginnen Sie immer mit niedrigeren Dosen und steigern Sie diese allmählich.
Empfohlene Dosierungen:
| Anwendungsart | Dosierung | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Hydroponik | 0,2-0,5 ml/L | Jede Nährlösung |
| Bodengießen | 0,5-1,0 ml/L | 1-2x wöchentlich |
| Foliar Spray | 0,5-1,0 ml/L | Alle 7-14 Tage |
Silica supplements sollten über den gesamten Lebenszyklus der Pflanze angewendet werden. Vom Sämling bis zur Ernte profitieren Cannabispflanzen von kontinuierlicher Silica-Versorgung. Die stärkste Wirkung zeigt sich bei durchgehender Anwendung während der vegetativen Phase.
Mischen Sie Silica niemals direkt mit Calcium- oder Magnesium-Düngern. Halten Sie mindestens 15 Minuten Abstand zwischen verschiedenen Düngerzugaben. Bei zu hohen Konzentrationen kann Silica ausflocken und Ihre Bewässerungssysteme verstopfen.
Praxis-Hack: Da die meisten Silica-Produkte stark alkalisch sind, kannst du sie geschickt als 'natürliches pH-Up' nutzen. Anstatt chemisches pH-Plus (Kaliumhydroxid) zu verwenden, erhöhe einfach leicht deine Silica-Dosis, um den pH-Wert deiner Nährlösung anzuheben. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Stabiler pH-Wert und stärkere Pflanzen.
Silica im Lebenszyklus der Cannabispflanze
Silica spielt in jeder Wachstumsphase eine andere Rolle und beeinflusst sowohl die strukturelle Entwicklung als auch die Endqualität deiner Ernte. Die Aufnahme variiert je nach Phase, wobei die größte Nachfrage während intensiver Wachstumsperioden besteht.
Vegetative Phase: Bedeutung von Silica
In der vegetativen Phase legt Silica den Grundstein für starke Pflanzen. Es lagert sich in den Zellwänden ab und verstärkt das Stängelgewebe, was zu dickeren, stabileren Trieben führt.
Diese strukturelle Verstärkung ist entscheidend für das spätere Tragen schwerer Blüten. Silica fördert gleichzeitig die Wurzelentwicklung und verbessert die Nährstoffaufnahme. Die Pflanzen können Stickstoff, Kalium und Magnesium effizienter verarbeiten.
Du solltest mit der Silica-Gabe früh beginnen, idealerweise sobald die Sämlinge etabliert sind. Eine wöchentliche Anwendung während des vegetative stage sorgt für optimale Ergebnisse. Die Pflanzen entwickeln kräftigere Stängel und eine bessere Verzweigung, was die Basis für höhere Erträge schafft.
Anwendung während der Blütephase
Die Blütephase erfordert eine angepasste Silica-Strategie. Der höchste Bedarf tritt in den ersten Wochen der Blüte auf, wenn die Pflanzen sich strecken und ihre endgültige Höhe erreichen.
Dosierungsempfehlungen für die Blütephase:
- Woche 1-3: Volle Silica-Dosis beibehalten
- Woche 4-6: Reduzierte Dosis oder aussetzen
- Woche 7-Ernte: Optional niedrige Dosis
Während der flowering stage verstärkt Silica die Struktur der Blütenstände und verbessert die Entwicklung der Trichomen. Viele cannabis growers setzen Silica bis zur dritten Blütewoche ein, andere nutzen es bis zur Ernte. Bei hydroponic cannabis cultivation musst du Silica separat von anderen Nährstoffen zugeben, um Ausfällungen zu vermeiden. Die pH-Werte sollten dabei zwischen 5,5 und 7,0 liegen.
Silica und Erntequalität
Silica beeinflusst die Qualität deiner Ernte auf mehreren Ebenen. Die Verstärkung der Zellwände führt zu dichteren, kompakteren Blüten mit höherer struktureller Integrität. Studien zeigen, dass Silica die Produktion von Trichomen fördern kann. Diese Harzdrüsen enthalten die wertvollen Cannabinoide und Terpene. Durch die verbesserte Nährstoffaufnahme können die Pflanzen mehr Ressourcen in die Harzproduktion investieren.
Beim Trocknen und Aushärten spielt Silica ebenfalls eine Rolle. Silica-Gel-Beutel mit 58% oder 62% Luftfeuchtigkeit regulieren die Feuchtigkeit während der Trocknung. Dies verhindert Schimmelbildung und erhält Aroma, Textur und Potenz. Für kleine Mengen reichen 8g-Beutel, größere Ernten benötigen 67g-Beutel.
Einfluss auf Ertrag und Widerstandsfähigkeit
Silica steigert den cannabis yield durch mehrere Mechanismen gleichzeitig. Stärkere Stängel tragen mehr Gewicht, ohne zu brechen oder umzuknicken. Die verbesserte Photosynthese durch höheren Chlorophyllgehalt erhöht die Biomasseproduktion.
Die Widerstandsfähigkeit gegen Stress schützt deine Ernte vor Verlusten. Silica bildet eine Schutzschicht auf der Blattoberfläche, die Pilzinfektionen wie Mehltau erschwert. Insekten haben Schwierigkeiten, das verstärkte Gewebe zu durchdringen.
Vorteile für cannabis cultivation:
- 15-30% höhere Erträge durch bessere Struktur
- Reduzierte Krankheitsverluste durch Pathogenresistenz
- Bessere Hitze- und Trockenheitstoleranz für outdoor-Anbau
- Verbesserte Nährstoffeffizienz für gleichmäßiges cannabis growth
Die regelmäßige Anwendung von Silica über den gesamten Lebenszyklus maximiert sowohl die Quantität als auch die cannabis quality deiner Ernte.
Besonderheiten, Risiken und Tipps zur Silica-Nutzung
Die erfolgreiche Anwendung von Silica im Cannabisanbau hängt von mehreren Faktoren ab. Die Aufnahmebedingungen, das Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen und mögliche Anwendungsfehler beeinflussen die Wirksamkeit erheblich.
Optimale Bedingungen für die Silica-Aufnahme
Der pH-Wert spielt eine wichtige Rolle bei der Silica-Aufnahme durch Ihre Cannabispflanzen. Silica löst sich am besten bei einem pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 auf. Außerhalb dieses Bereichs kann die Verfügbarkeit stark abnehmen. Die Wurzelentwicklung beeinflusst direkt, wie viel Silica Ihre Pflanzen aufnehmen können. Gesunde, gut verzweigte Wurzeln nehmen Silizium effizienter auf. Geben Sie Silica am besten während der Wachstumsphase, wenn das Wurzelwachstum aktiv ist.
Die Wasserqualität kann die Siliziumanwendung beeinflussen. Hartes Wasser mit hohem Kalziumgehalt kann die Löslichkeit von Silica verringern. Mischen Sie Silica-Präparate immer zuerst mit Wasser, bevor Sie andere Nährstoffe hinzufügen. Die Temperatur der Nährlösung sollte zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegen. Zu kalte oder zu warme Lösungen können die Aufnahme verschlechtern.
Wechselwirkung mit anderen Nährstoffen
Silica für Cannabis kann mit bestimmten Nährstoffen reagieren und dabei die Verfügbarkeit beeinflussen. Kalzium und Magnesium können mit Silica ausfallen, wenn Sie sie gleichzeitig in hohen Konzentrationen mischen.
Wichtige Mischregeln:
- Lösen Sie Silica immer zuerst in Wasser auf
- Warten Sie 15-20 Minuten, bevor Sie Kalzium hinzufügen
- Geben Sie Phosphor-Dünger nicht direkt mit Silica zusammen
Silica kann den pH-Wert Ihrer Nährlösung deutlich erhöhen. Sie müssen den pH-Wert nach der Zugabe von Silica überprüfen und anpassen. Die alkalische Wirkung hilft jedoch, den pH-Wert in sauren Substraten zu stabilisieren. Eisen und Mangan bleiben in Anwesenheit von Silica besser verfügbar. Die Kieselsäure schützt diese Nährstoffe vor Oxidation.
Experten-Tipp von Growmiez: Mischfehler bei Silica sind der häufigste Grund für verstopfte Pumpen und Nährstoffblockaden. Merke dir die goldene Regel: Silica kommt IMMER als Erstes ins Wasser. Rühre es ein und warte ca. 10–20 Minuten, bis es sich vollständig stabilisiert hat, bevor du den Basisdünger oder CalMag hinzufügst. Wenn das Wasser trüb wird oder weiße Flocken entstehen, hast du Silica zu spät hinzugefügt – die Nährstoffe sind 'ausgefallen' und für die Pflanze wertlos.
Mögliche Nebenwirkungen und Fehlerquellen
Eine Überdosierung von Silica führt zu Nährstoffblockaden. Zu viel Silizium kann die Aufnahme von Zink und Mangan hemmen. Halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungen von 0,5 bis 2 ml pro Liter.
Verstopfte Tropfsysteme sind ein häufiges Problem. Silica kann sich in Leitungen und Düsen ablagern, besonders wenn Sie es mit kalziumhaltigen Düngemitteln mischen. Spülen Sie Ihr Bewässerungssystem regelmäßig.
Häufige Fehler:
- Zu späte Anwendung in der Blütephase
- Falscher pH-Wert nach der Zugabe
- Mischen mit ungeeigneten Nährstoffen
- Verwendung abgelaufener Produkte
Sichtbare Ablagerungen auf Blättern oder im Substrat deuten auf zu hohe Konzentrationen hin. Reduzieren Sie die Dosis und spülen Sie das Substrat mit klarem Wasser. Bei hydroponischen Systemen müssen Sie die Lösung komplett wechseln.
Kristalline Silica-Stäube können beim Umgang mit Pulverformen entstehen. Tragen Sie beim Anmischen eine Staubmaske, um Atemwegsreizungen zu vermeiden. Flüssige Silica-Produkte sind in dieser Hinsicht sicherer in der Handhabung.
